Die Lieferkette für das
Produkt »T-Shirt«

Hier erfahren Sie, wie der Weg eines T-Shirts vom Baumwollanbau
bis zum Regal verläuft: Welche Herausforderungen gibt es im Anbau
und in der Herstellung? Wie verringert die REWE Group soziale und ökologische Belastungen?

Der Leiter der Qualitätssicherung der REWE Group Dr. Klaus Mayer im Interview über die Lieferkette der REWE Group

Zum Interview

Baumwoll­produktion

Die Baumwollpflanze wächst vornehmlich in Gebieten mit tropischem Klima. Die Baumwolle wird entweder von Hand oder mit der Maschine gepflückt. Im folgenden Arbeitsschritt wird die Baumwolle entkernt – entweder manuell oder, wie in den meisten Fällen, mit einer speziellen Maschine.

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Herausforderungen in der Branche

Umwelt

  • Wasserintensiver Anbau
  • Sehr hoher Einsatz von synthetischem Dünger, Pflanzenschutz- und Entlaubungsmitteln
  • Biodiversitätsverlust und Resistenzen durch den Einsatz gentechnisch veränderter Baumwolle

Sozial

  • Mangelnde Arbeitssicherheit
  • Gesundheitsgefährdung durch den Kontakt mit Pflanzenschutzmitteln
  • Löhne unter Existenzminimum
  • Verletzung von Menschen- und Arbeitsrechten (Verbot von Gewerkschaften, Kinderarbeit)
  • Abhängigkeit und hohe Kosten für Saatgut durch den Einsatz gentechnisch veränderter Baumwolle

Was wir tun

Cotton Made in Africa

Um den nachhaltigeren Baumwollanbau zu fördern, bezieht die REWE Group für ihre T-Shirts vermehrt Baumwolle, die auf dem CmiA (Cotton made in Africa)-Standard basiert. Der Standard wurde von der Aid by Trade Foundation entwickelt. Er unterstützt afrikanische Kleinbauern beim umweltschonenderen Baumwollanbau und leistet Hilfe zur Selbsthilfe durch Handel. Die Baumwollbauern erhalten dabei Trainings und Schulungen zum umweltschonenderen und ertragreicheren Anbau. Ein weiteres Kriterium der Initiative ist der Regenfeldanbau. Durch diesen Verzicht auf künstliche Bewässerung ist der Anbau besonders schonend für die Wasserressourcen. Darüber hinaus ist der Einsatz gentechnisch veränderter Baumwolle verboten.

Die wichtigsten Produktionsländer für Baumwolle sind China, Indien, die USA und Pakistan.

2700 Liter
Für die Produktion der Baumwolle für ein T-Shirt
werden etwa 2.700 Liter Wasser benötigt
400 Gramm
Für ein T-Shirt werden ca. 400 g Rohbaumwolle benötigt.

Verarbeitung

Vom Baumwollanbau bis hin zur Näherei ist eine Vielzahl eigenständig handeln der Unternehmen involviert. Oft werden die einzelnen Schritte der Verarbeitung in unterschiedlichen Ländern durchgeführt. In der Spinnerei werden die einzelnen Baumwollfasern zu Garn gesponnen. Das Garn wird in der Weberei zu Stoffen verarbeitet. Häufig werden die Stoffe veredelt, das heißt geblichen, gefärbt oder bedruckt. In der Konfektion wird der fertige Stoff zugeschnitten, zu einem Kleidungsstück vernäht und mit Etiketten versehen.

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Herausforderungen in der Branche

Umwelt

  • Hoher Wasser- und Energieverbrauch, insbesondere durch Färbe- und Trocknungsprozesse
  • Wasserverschmutzung durch Chemikalieneinsatz (insbesondere beim Bleichen und Färben)
  • Transportbedingte Treibhausgasemissionen

Sozial

  • Löhne unter Existenzminimum
  • Mangelnde Arbeitssicherheit und Gesundheitsgefährdung durch den Kontakt mit Chemikalien (insbesondere beim Bleichen und Färben)
  • Menschen- und Arbeitsrechtsverletzungen (Verbot von Gewerkschaften, Kinderarbeit)

Was wir tun

PRO PLANET

Mit der Herstellung von T-Shirts, die das PRO PLANET-Label tragen, wird der afrikanische Baumwollanbau im Rahmen der CmiA (Cotton made in Africa)-Initiative unterstützt (für weitere Informationen siehe Schritt 1 „Rohstoffe“). Die Produktionsstätten, in denen die T-Shirts gefertigt werden, müssen (wie alle Produzenten, die für die REWE Group Textilien herstellen) die Einhaltung der BSCI (Business Social Compliance Initiative)- und OEKO-TEX 100-Kriterien sicherstellen und werden im Rahmen des PRO PLANET-Projekts für den anspruchsvolleren Sozialstandard SA 8000 qualifiziert. Ab 2016 wird die REWE Group wieder T-Shirts unter dem PRO PLANET-Label ins Sortiment aufnehmen.

Business Social Compliance Initiative (BSCI):

Die REWE Group ist Mitglied der BSCI, einem Zusammenschluss aus Wirtschaftsunternehmen, die sich zum Ziel gesetzt haben, Arbeits- und Sozialstandards in Risikoländern zu verbessern. Der Code of Conduct der BSCI basiert auf den Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation und der Menschenrechtserklärung der UNO. Wesentliche Bestandteile sind der Verzicht auf Kinder- und Zwangsarbeit und die Einhaltung gesetzlich geregelter Entlohnung und Arbeitszeiten.

Die REWE Group hat sich zum Ziel gesetzt, den Umsatzanteil mit Waren aus sozial auditierten Fabriken sukzessive zu steigern. 2014 wurden bereits 89 % des Umsatzes mit Produkten, die über die eigene Einkaufsgesellschaft REWE Far East bezogen wurden, in sozial auditierten (BSCI, SA 8000) Fabriken gefertigt.

OEKO-Tex 100

OEKO-TEX 100 ist ein unabhängiges Prüf- und Zertifizierungssytem für Textilien. Zertifizierte Produkte sind frei von gesetzlich verbotenen und gesundheitsbedenklichen Substanzen. Alle T-Shirts, die die REWE Group produzieren lässt, sind OEKO-TEX-zertifiziert.

SITEX

2014 hat die REWE Group das Programm für Sichere Textilien, SITEX, ins Leben gerufen und sich außerdem der DETOX-Kampagne von Greenpeace angeschlossen. Zusammen mit ihren Lieferanten und den Produktionsstätten arbeitet die REWE Group daran, umweltschädliche Chemikalien, die in der Produktion von Textilien verwendet werden, durch umweltfreundlichere Stoffe zu ersetzen.

The Bangladesh Accord on Fire and Building Safety

Die REWE Group hat 2013 das Abkommen zur Umsetzung eines Programms für verlässliche Gesundheits- und Sicherheitsmaßnahmen in der Textilindustrie unterzeichnet. Bis 2015 werden alle Zulieferer der REWE Group in Bangladesch spezielle Audits für die Sicherheit der Gebäude, der Elektrizität und des Feuerschutzes durchlaufen.

Die Produktion der T-Shirts für die REWE Group erfolgt in Bangladesch.

Übersee­transport / Logistik

Meist werden die T-Shirts aus den überwiegend asiatischen Produktionsländern per Schiff nach Deutschland gebracht. Von den Logistikzentren werden sie in die Märkte der REWE Group transportiert.

Überseetransport öffnenÜberseetransport schliessen

Herausforderungen in der Branche

Umwelt

  • Transportbedingte Treibhausgasemissionen
  • Einsatz von Chemikalien gegen Schädlingsbefall und Schimmel beim Transport
  • Abfallaufkommen durch Verpackung

Was wir tun

Logistik

  • Verringerung des Ressourcenverbrauchs durch optimierte Logistik (Siehe „Intelligente Logistik“). Beispielsweise achtet die REWE Group darauf, Aufträge aus Asien gebündelt zu verschiffen, und reduziert so die Anzahl der Container.

Verpackung

  • Die Kartonagen bestehen zu 100% aus FSC-zertifiziertem Papier.
Gesamt 89%
Überseetransport 3%
Distribution in Deutschland 8%

CO2-Emissionen eines T-Shirts

REWE Group Märkte

Im letzten Schritt werden die T-Shirts in den Märkten der REWE Group verkauft.

Handel öffnenHandel schliessen

7.59 Mrd  Der Umsatz der Bekleidungsindustrie in
Deutschland betrug 2014 7,59 Milliarden Euro
300000 Die REWE Group verkauft etwa 300.000 T-Shirts im Jahr

Herausforderungen in der Branche

Umwelt

  • Faire und ökologische Textilien sind weiterhin Nischenprodukte
  • Fast 1/3 der CO2-Emissionen eines T-Shirts entstehen während der Gebrauchsphase durch Waschen, Trocknen und Bügeln

Was wir tun

Verbraucherinformation

  • Information zur umweltfreundlicheren Nutzung der T-Shirts (u.a. Hinweise zum Waschen)
  • Sensibilisierung der Verbraucher im Rahmen von Nachhaltigkeitswochen und Dialogforen

Alle nicht REWE Group spezifischen Kennzahlen wurden aus allgemeinen Fachpublikationen entnommen.

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