Die Lieferkette für das
Produkt »Hähnchenfleisch«

Hier erfahren Sie, welchen Weg das Hähnchenfleisch durchläuft, bevor es im Kühlregal zu finden ist: Welche Herausforderungen in der Branche gibt es bei Futtermitteln und in der Hähnchenmast? Und wie helfen PRO PLANET und die Initiative Tierwohl dabei, mit den Herausforderungen in der Branche umzugehen?

Der Leiter der Qualitätssicherung der REWE Group Dr. Klaus Mayer im Interview über die Lieferkette der REWE Group

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Futterproduktion

Als wesentlicher Futtermittelbestandteil wird häufig Sojaschrot eingesetzt, das zu einem großen Teil aus Südamerika importiert und aus gentechnisch veränderten Sojabohnen gewonnen wird.

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Herausforderungen in der Branche

Umwelt

  • Anbau von Soja als Futtermittel erfolgt häufig in Übersee in Monokulturen unter Einsatz umstrittener gentechnisch veränderter Pflanzen.
    Das führt zu:
    • einer intensiven Verwendung von Pflanzenschutzmitteln
    • dem Verlust der guten fachlichen Praxis in der Landwirtschaft sowie
    • dem Verlust ökologisch wertvoller Flächen durch direkte sowie indirekte Landnutzungsänderungen
    • Freisetzung des in den Böden gespeicherten CO2
    • Energieverbrauch durch Überseetransport

Sozial

  • Verdrängung kleinbäuerlicher Strukturen
  • Gesundheitliche Risiken für umliegende Landbevölkerung und Arbeiter durch den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln

Was wir tun

PRO PLANET

Das PRO PLANET-Label garantiert bei Frischfleischprodukten der REWE Group:

  • Kein Einsatz von gentechnisch veränderten Futtermitteln
  • Die schrittweise Reduktion des Anteils an südamerikanischem Sojaschrot und die Erhöhung des Anteils europäischer Eiweißfuttermittel
4.5Mio.
Deutschland importiert jährlich 4,5 Millionen
Tonnen Sojaschrot.
Futtermittelherstellung 25%
Gesamt 75%
in %

Circa 25 % der gesamten Treibhausgasemissionen in der Hähnchenfleischproduktion entstehen durch die Futtermittelherstellung

Produktion

Hähnchenzucht und -mast: Die landwirtschaftliche Produktion besteht aus drei Prozessschritten: Elterntierhaltung (Produktion von befruchteten Bruteiern), Brütereien (vom Ei bis zum Eintagsküken) und Mast (vom Eintagsküken zum schlachtreifen Hähnchen). Bei den auf rasches Wachstum gezüchteten Rassen erreichen die Tiere ihr Endgewicht bereits nach circa fünf Wochen.

Transport: Nach der Mast werden die Tiere in dafür hergestellte Transportkisten gesetzt und per Lkw zum nächstgelegenen Schlachthof transportiert.

Schlachtung und Verarbeitung: Hier werden die Tiere geschlachtet, entbeint, zerlegt, vorbereitet und anschließend für den Transport zu den Märkten verpackt.

Produktion öffnenProduktion schliessen

700Mio.
Über 700 Millionen Hähnchen werden in
Deutschland jährlich geschlachtet

Herausforderungen in der Branche

Tierwohl

Hühnerzucht und -mast:

  • Problematische Haltungsbedingungen der Tiere (u.a. wenig Platz, kein Auslauf, keine Beschäftigungsmöglichkeiten)
  • Zucht auf schnelles Wachstum und Fleischansatz
  • Hygienemängel und übermäßige Antibiotikaanwendungen (folglich Resistenzbildung)

Transport

  • Lange Transporte auf engem Raum mit teilweise schlechter Versorgung

Schlachtung

  • Problematisch ist insbesondere die Art und Weise der Betäubung und Tötung.

Sozial

Schlachtung und Verarbeitung:

  • Hoher Anteil osteuropäischer Leiharbeiter, einhergehend mit teilweise schlechten Arbeitsbedingungen und marginaler Entlohnung

Allgemein

  • Starke saisonale Schwankungen der Fleischnachfrage

Was wir tun

PRO PLANET

In Zusammenarbeit mit der Tierschutzorganisation PROVIEH e.V. und ihren Lieferanten entwickelt die REWE Group Maßnahmen, um mehr Nachhaltigkeit in der Hähnchenmast zu realisieren. Eine Anforderung an die Lieferanten sind verbesserte Haltungsstandards (geringere Besatzdichte, Picksteine und Strohballen in den Ställen). Das Ziel ist u.a. mehr Tierwohl sowie die Reduktion des Antibiotikaeinsatzes.

Nur in Bezug auf die veränderten Haltungsbedingungen kommt die sogenannte Massenbilanzierung zur Anwendung:
Die Anzahl der unter PRO PLANET-Anforderungen gehaltenen Masthähnchen entspricht mengenmäßig dem unter PRO PLANET gelabelten und vermarkteten Hähnchenfleischvolumen. Durch starke und spontane (saisonale) Schwankung der Fleischnachfrage sowie Teilumstellung der Vertragsmäster ergeben sich jedoch zeitweise Engpässe, die durch konventionell gehaltene, aber auf jeden Fall gentechnikfreie gefütterte Masthähnchen gedeckt werden müssen. Dieser Umstand kommt bei circa 20 % der PRO PLANET-gelabelten Hähnchenfleischprodukte zum Tragen.

Initiative Tierwohl

Die REWE Group hat die Initiative Tierwohl, ein Bündnis aus Landwirtschaft, Fleischwirtschaft und Lebensmitteleinzelhandel, mitinitiiert. Ziel der Initiative ist die Verbesserung der Haltungsbedingungen für Schweine und Geflügel in Deutschland. Landwirte, die über die gesetzlichen Standards für die Schweine- und Geflügelhaltung hinausgehen, können Gelder aus dem Fonds der Initiative beantragen.

Logistik

Die fertigen Fleischprodukte gelangen direkt in die Logistikzentren. Von dort erfolgt die Belieferung der REWE Group-Märkte.

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Herausforderungen in der Branche

Umwelt

  • Transportbedingte Treibhausgasemissionen

Was wir tun

Logistik

REWE Group Märkte

Im letzten Schritt werden die Hähnchenprodukte in den Märkten der REWE Group oder über Lieferservice verkauft.

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Herausforderungen in der Branche

Umwelt

  • Energieintensive Kühlung

Was wir tun

Umwelt

  • Optimierung der Kühlung

Allgemein

  • Der Fonds der Initiative Tierwohl wird von den teilnehmenden Lebens­mittel­einzel­händlern gespeist: Diese zahlen 4 Cent pro Kilogramm verkauftem Fleisch ein.
  • Zukünftig werden die im Rahmen von PRO PLANET realisierten Maßnahmen für die tierfreundlichere Haltung in der Initiative Tierwohl umgesetzt.
Circa 3% der CO₂-Emissionen entstehen durch die Produktion.
PRO PLANET 92%
Sonstige 8%
in %
Circa 92 % des Hähnchenfrischfleischs bei PENNY und REWE sind mit PRO PLANET gekennzeichnet, aber es erfolgt Massenbilanzierung (siehe Schritt 2 „Produktion“).
11.7kg
11,7 kg Hähnchenfleisch werden pro Kopf pro Jahr in Deutschland konsumiert (2013).

Alle nicht REWE Group spezifischen Kennzahlen wurden aus allgemeinen Fachpublikationen entnommen.

Die Lieferketten der REWE Group

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