Enthält auch Informationen zu G4-HR5, G4-HR6 und G4-HR11

Geschäftsstandorte und Lieferanten, bei denen Vereinigungsfreiheit verletzt oder gefährdet ist, und ergriffene Maßnahmen

Non-Food-Waren, wie zum Beispiel Haushaltswaren, bezieht die REWE Group zu einem Großteil aus asiatischen Ländern. Hiervon finden sich viele auf der Liste der BSCI-Risikoländer*. In diesen Ländern achtet die REWE Group daher darauf, dass die Waren von sozial auditierten Produktionsstätten hergestellt werden.

Die REWE Group kauft Non-Food-Waren über die konzerneigene Einkaufsgesellschaft REWE Far East (RFE) oder über andere Importeure ein. 2014 stammten bereits 89 Prozent des RFE-Umsatzes in Risikoländern aus Fabriken, die ein Sozialaudit durchlaufen haben. Auch die anderen Importeure, von denen die REWE Group Non-Food-Waren bezieht, müssen ein anerkanntes Sozialaudit für ihre Produktionsstätten nachweisen.

Umsatzanteil auditierter Produktionsstätten 2013 2014
Umsatz über REWE Far East mit Waren aus sozial auditierten1 Produktionsstätten im
Non-Food-Bereich in Risikoländern2
35%3 89%
Ergebnisse der auditierten Fabriken    
Anzahl Produktionsstätten im Non-Food-Bereich in Risikoländern mit einem BSCI-Audit mit dem Ergebnis „gut“ oder einem SA8000- oder ICTI- Zertifikat 148 226
Anzahl Produktionsstätten im Non-Food-Bereich in Risikoländern mit einem BSCI-Audit mit dem Ergebnis „Verbesserungen notwendig“ 126 413
Anzahl Produktionsstätten im Non-Food-Bereich in Risikoländern mit einem BSCI-Audit mit dem Ergebnis „nicht konform“ 22 43
1
BSCI, SA8000, ICTI
2
http://www.bsci-intl.org/sites/default/files/countries_risk_classification_final_version_20140109.pdf
3
2013 waren aufgrund einer Systemumstellung noch nicht alle Produktionsstätten bekannt, siehe Text

Das Ergebnis von 35 Prozent sozial auditierten Produktionsstätten, bezogen auf den Umsatz der RFE im Jahr 2013, erklärt sich mit einer Umstellung der Datenerhebung. Vor 2013 wurde die Auditierung auf Lieferantenebene erhoben, dann aber auf das viel aussagekräftigere Niveau der Produktionsstätten heruntergebrochen. 2013 waren daher noch nicht alle Fabriken, von denen die REWE Group über die RFE Waren eingekauft hat, bekannt. Hier hat die REWE Group 2013 und 2014 erhebliche Anstrengungen unternommen, die Transparenz in ihren Lieferketten zu erhöhen, direkt die Produktionsstätten zu erfassen und die Produktionsstätten in Risikoländern auditieren zu lassen.

2014 erhielten etwas mehr als ein Drittel der Produktionsstätten das BSCI-Ergebnis „gut“ oder hatten ein SA8000- oder ICTI-Zertifikat. Bei den restlichen zwei Drittel der Fabriken besteht Verbesserungspotenzial hinsichtlich ihrer Performance im Bereich Sozialstandards. Deshalb hält das Unternehmen die Umsetzung der in den Auditberichten definierten Verbesserungsmaßnamen nach und fordert die Produktionsstätten zum Beispiel auf, an Schulungen der BSCI teilzunehmen. Denn das Ziel ist es, dass Käufer und Fabriken gemeinsam an Verbesserungen der Arbeitsbedingungen arbeiten. Der Ansatz einer kontinuierlichen Entwicklung würde dagegen bei einer Beendigung der Zusammenarbeit mit Produktionsstätten, die noch nicht alle Anforderungen voll erfüllen, verloren gehen.

Von Lieferanten landwirtschaftlicher Primärprodukte verlangt die REWE Group seit 2013, dass sie sich im Rahmenvertrag zur Einhaltung der Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) im Rahmen der jeweils geltenden nationalen Gesetzgebung und der Zahlung mindestens des geltenden gesetzlichen, tariflichen oder vertraglich vereinbarten Lohns verpflichten und dies belegen können. Die Lieferanten sind zudem in der Verantwortung, diese Anforderungen auch für ihre Zulieferer sicherzustellen.

Alle Erzeuger von Obst- und Gemüse-Produkten müssen entsprechend die Einhaltung der oben benannten Anforderungen in Form von externen Audits (zum Beispiel GLOBALG.A.P Risk Assessment on Social Practice (GRASP), SA8000, Sustainable Agriculture Network (SAN), BSCI) belegen. Mit Stichprobenaudits wird die Einhaltung der Anforderungen überprüft.

Von PRO PLANET-Lieferanten für Obst, Gemüse und Eier verlangt die REWE International AG bereits seit Juni 2010, dass die sozialen Aspekte der Betriebe auf GRASP-Grundlage bewertet werden.

*http://www.bsci-intl.org/sites/default/files/countries_risk_classification_final_version_20140109.pdf