GRI-Bericht der REWE Group

Ihren vierten Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht die REWE Group ausschließlich online. Er steht unter dem Motto „Wir sind mittendrin“. Damit porträtiert er die REWE Group als Teil der Gesellschaft sowie der Wertschöpfungskette und zeigt zugleich auf, welche Entwicklung das Thema Nachhaltigkeit nimmt: Es ist dabei, „raus aus der Nische“ – so das langjährige Motto der REWE Group – zu kommen und sich fest in der „Mitte der Gesellschaft“ zu etablieren. Dazu hat die REWE Group viel beigetragen.

Berichtsinhalte

Der gesamte Bericht orientiert sich an den Leitlinien der Global Reporting Initiative (GRI) in der neuesten Fassung G4. Der GRI-Bericht setzt die GRI-Anforderungen systematisch und vollständig im Rahmen eines GRI-Index um: Ein Klick auf den betreffenden GRI-Indikator führt zur entsprechenden Darstellung der Aktivitäten der REWE Group. Als Berichtsoption hat das Unternehmen gemäß seinem Anspruch die umfassende Umsetzung der GRI-Vorgaben („Comprehensive“) gewählt. Die GRI hat die Platzierung der Allgemeinen Standardangaben G4-17 bis G4-27 sowohl im GRI-Index als auch im Berichtstext mittels eines Materiality Disclosure Service bestätigt.

Externe Prüfung

Zur Sicherung der Qualität und Glaubwürdigkeit lässt die REWE Group ihre Berichterstattung durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers mit begrenzter Sicherheit prüfen. Geprüfte Berichtsteile sind mit einem gekennzeichnet. Der Prüfbericht fasst Inhalte und Grundsätze der Prüfung sowie Empfehlungen an den Vorstand zusammen (siehe: Prüfungsbescheinigung des Wirtschaftsprüfers). Die Eingangsdaten der Klimabilanz wurden darüber hinaus durch die INFRAS AG und das Österreichische Umweltbundesamt geprüft.

GRI G4 Content Index

1. Allgemeine Standardangaben

GRI-Indikator

Strategie und Profil

Strategie und Analyse

G4-1 Stellungnahme des höchsten Entscheidungsträgers
G4-2 Zentrale Nachhaltigkeitsauswirkungen, -chancen und -risiken

Organisationsprofil

G4-3 Name des Unternehmens
G4-4 Wichtigste Marken, Produkte und Dienstleistungen
G4-5 Hauptsitz des Unternehmens
G4-6 Länder mit Geschäftstätigkeitsschwerpunkt
G4-7 Rechtsform und Eigentümerstruktur
G4-8 Bediente Märkte
G4-9 Größe des Unternehmens
G4-10 Mitarbeiter nach Beschäftigungsverhältnissen, Geschlecht und Regionen
G4-11 Mitarbeiter unter Kollektivvereinbarungen
G4-12 Lieferkette des Unternehmens
G4-13 Signifikante Änderungen im Berichtszeitraum
G4-14 Umsetzung des Vorsorgeprinzips
G4-15 Unterstützung externer Initiativen
G4-16 Mitgliedschaften in Verbänden und Interessengruppen
G4-17 Einbezogene Unternehmenseinheiten
G4-18 Festlegung Berichtsinhalte und Umsetzung
G4-19 Wesentliche Aspekte
G4-20 Wesentliche Aspekte innerhalb des Unternehmens
G4-21 Wesentliche Aspekte außerhalb des Unternehmens
G4-22 Neudarstellung von Informationen im Vergleich zu früheren Berichten
G4-23 Wichtige Änderungen des Berichtsumfangs und der Grenzen von Aspekten

Einbindung von Stakeholdern

G4-24 Einbezogene Stakeholdergruppen
G4-25 Ermittlung und Auswahl der Stakeholder
G4-26 Ansatz für den Stakeholderdialog
G4-27 Stellungnahme zu zentralen Anliegen der Stakeholder

Berichtsprofil

G4-28 Berichtszeitraum
G4-29 Datum des letzten Berichts
G4-30 Berichtszyklus
G4-31 Ansprechpartner für Fragen zum Bericht
G4-32 Option der Übereinstimmung mit GRI und gewählter Index
G4-33 Externe Verifizierung

Unternehmensführung

Unternehmensführung

G4-34 Führungsstruktur
G4-35 Delegation von Vollmachten für wirtschaftliche, ökologische und soziale Themen
G4-36 Zuständigkeit für wirtschaftliche, ökologische und soziale Themen
G4-37 Konsultationsverfahren zwischen Stakeholdern und Aufsichtsrat
G4-38 Zusammensetzung und Komitees des Aufsichtsrats
G4-39 Unabhängigkeit des Aufsichtsratsvorsitzenden
G4-40 Nominierungs- und Auswahlverfahren für Aufsichtsrat
G4-41 Verfahren zur Vermeidung von Interessenkonflikten
G4-42 Rolle des Aufsichtsrats bezgl. Strategie und Zielen
G4-43 Maßnahmen bezgl. Nachhaltigkeitskenntnisse des Aufsichtsrats
G4-44 Nachhaltigkeitsbezogene Leistungsbeurteilung für den Aufsichtsrat
G4-45 Rolle des Aufsichtsrats bezgl. Nachhaltigkeitsrisiken und -chancen
G4-46 Rolle des Aufsichtsrats bezgl. Wirksamkeit des Risikomanagements
G4-47 Häufigkeit der Überprüfung von Nachhaltigkeitsrisiken und -chancen durch den Aufsichtsrat
G4-48 Überprüfung und Freigabe des Nachhaltigkeitsberichts des Unternehmens
G4-49 Prozess zur Vermittlung kritischer Anliegen an den Aufsichtsrat
G4-50 Kritische Anliegen, die dem Aufsichtsrat berichtet wurden
G4-51 Vergütungspolitik für Aufsichtsrat und leitende Führungskräfte
G4-52 Prozess zur Festlegung der Vergütung
G4-53 Meinungsäußerungen der Stakeholder zur o.g. Vergütung
G4-54 Verhältnis der höchsten Jahresvergütung zur durchschnittlichen Mitarbeitervergütung
G4-55 Prozentuale Steigerung der höchsten Jahresvergütung

Ethik und Integrität

G4-56 Werte, Grundsätze und Verhaltensstandards
G4-57 Verfahren zur Beratung bezgl. ethischem und gesetzeskonformem Verhalten
G4-58 Verfahren zur Meldung von unethischem oder gesetzeswidrigem Verhalten

2. Spezifische Standardangaben

GRI-Indikator

Wirtschaft

Aspekt: Wirtschaftliche Leistung

G4-DMA

Managementansatz: Der langfristige Unternehmenserfolg der REWE Group basiert auf ihrer genossenschaftlichen Struktur, die ihre Werte wie Solidarität, Zusammenhalt und Nachhaltigkeit geprägt hat. Das genossenschaftliche Selbstverständnis, die daraus erwachsene Führungskultur und die damit verbundene langfristige, generationenübergreifende Ausrichtung schaffen für alle Stakeholder Sicherheit und Stabilität, ob Mitglieder, Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten oder das gesamte sozioökonomische Umfeld. Aufsichtsrat, Anteilseigner, Kaufleute und Vorstand der REWE Group bekennen sich daher zu der auf Dauer angelegten genossenschaftlichen Struktur als Garant für Unabhängigkeit und Selbstbestimmung.

Die REWE Group will ökonomisch langfristig erfolgreich sein und ihre Geschäftstätigkeiten umwelt- und sozialverträglich gestalten. Dies ist verankert in der Leitlinie für Nachhaltiges Wirtschaften, die für alle Mitarbeiter und die Vertragspartner der REWE Group maßgeblich ist. In der Leitlinie bekennt sich das Unternehmen unter anderem zur Reduzierung der durch die Geschäftsprozesse entstehenden Treibhausgasemissionen, zur Nutzung erneuerbarer Energiequellen und zum schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen. Darüber hinaus trägt das Unternehmen durch die Entwicklung sozial- und umweltverträglicherer Produkte und Dienstleistungen sowie durch die Erweiterung des nachhaltigeren Sortiments dazu bei, negative Auswirkungen der Geschäftstätigkeit zu minimieren.

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G4-EC1 Erwirtschafteter und verteilter wirtschaftlicher Wert
G4-EC2 Finanzielle Folgen, Risiken und Chancen des Klimawandels
G4-EC3 Verpflichtungen aus leistungsorientierten Pensionsplänen
G4-EC4 Finanzielle Unterstützung durch Regierungen

Aspekt: Indirekte wirtschaftliche Auswirkungen

G4-DMA

Managementansatz: Die REWE Group versteht sich als Good Corporate Citizen – das heißt, sie übernimmt Verantwortung dort, wo sie wirtschaftlich tätig ist. Das betrifft das Umfeld ihrer Märkte und Verwaltungsstandorte ebenso wie indirekte Auswirkungen in Bezug auf ihre Lieferanten, in Anbauregionen oder Reisedestinationen. Für die Schwerpunkte ihres gesellschaftlichen Engagements hat die REWE Group vier Handlungsfelder definiert, darunter die Unterstützung gemeinnütziger Organisationen und Projekte und die Förderung der Bildung und Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. (Siehe auch Strategie).

Die REWE Group ist bestrebt, die wirtschaftlichen Bedingungen in der Lieferkette positiv zu beeinflussen. Dazu setzt sie sich in Brancheninitiativen unter anderem auch dafür ein, die wirtschaftliche Situation in den Ländern der Rohstoffproduktion und Fertigung zu verbessern und die negativen ökologischen und sozialen Auswirkungen in ihren Lieferketten zu minimieren (siehe auch PRO PLANET).

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G4-EC7 Infrastrukturbezogene Investitionen und Unterstützungen
G4-EC8 Indirekte wirtschaftliche Auswirkungen

Aspekt: Beschaffung

G4-DMA

Managementansatz: Die REWE Group steht für frische und qualitativ hochwertige Lebensmittel. Die lokalen und regionalen Lieferanten spielen dabei eine wichtige Rolle. Sie stehen auch in den Augen der Konsumenten für Frische, kurze Transportwege, vertrauenswürdige Produktion sowie die Unterstützung der heimischen Wirtschaft. Die REWE Group will daher den Anteil der Produkte, die von lokalen und regionalen Lieferanten stammen, erhöhen. Dafür arbeitet das Unternehmen daran, langfristige Beziehungen mit lokalen und regionalen Lieferanten aufzubauen und die besondere Qualität dieser Produkte für die Konsumenten transparent und aufmerksamkeitsstark herauszustellen.

Mit REWE Regional wurde eine bundesweite Marke für regionale Produkte geschaffen, die einen schnellen Wiedererkennungswert gewährleistet. Um regionale Produkte weiter zu stärken, ist die REWE Group als Gründungsmitglied im Trägerverein Regionalfenster e.V. aktiv, der 2012 ins Leben gerufen wurde. Nach einer Testphase im Februar 2013 setzt die REWE Group das Regionalfenster seit 2014 in PENNY- und REWE-Märkten um. Dieses Siegel bietet Verbrauchern geprüfte Angaben zu der Herkunft der Zutaten und dem Ort der Verarbeitung. So schafft das Regionalfenster zusätzlich zu den eigenmarkenspezifischen Angaben Transparenz für den Kunden.

Insgesamt sechs Lokalitätsbeauftragte des Unternehmens knüpfen Kontakte zwischen den REWE-Märkten und den lokalen Erzeugern und Lieferanten. Diese kommen beispielsweise auf Lokalitätstagen zusammen, wo Lieferanten ihre Ware präsentieren können.

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G4-EC9 Anteil an Ausgaben für lokale Zulieferer

Ökologie

Aspekt: Materialien

G4-DMA

Managementansatz: In ihrer Leitlinie für Nachhaltiges Wirtschaften bekennt sich die REWE Group zu einer effizienten Nutzung der natürlichen Ressourcen Boden, Luft und Wasser sowie von Rohstoffen, Kraft- und Brennstoffen. Ein wesentlicher Anteil der genutzten Ressourcen wird während der Herstellung und der Nutzung der angebotenen Produkte benötigt. Hier setzt die REWE Group produkt- oder rohstoffbezogene Maßnahmen um, zum Beispiel im Rahmen von PRO PLANET-Projekten (siehe Aspekt „Beschaffung“).

Die Nachhaltigkeitssäule Energie, Klima und Umwelt befasst sich im Wesentlichen mit umweltrelevanten Aktivitäten, die im eigenen Zuständigkeitsbereich liegen. Dazu zählen: Errichtung und Betrieb der Märkte, Lager-, Verwaltungs- und Produktionsstandorte, Logistik sowie Ressourcen und Materialien, die für die Geschäftstätigkeit benötigt werden. Hier ist die REWE Group bestrebt, die Ressourcen sparsam zu nutzen und den Einsatz von recycelten und nachhaltigeren Materialien zu erhöhen. Dazu gehören Aktivitäten zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen, Energieeffizienzmaßnahmen und Wasserspareinrichtungen in den Märkten sowie ein Abfall- und Recyclingmanagement. Im Bereich der Logistik werden beispielsweise Mehrwegbehälter eingesetzt, um Abfälle von Transportverpackungen zu reduzieren. Die anfallenden Abfälle werden über Entsorgungspartner konsequent verwertet. Mit ihren Green Building-Märkten nach DGNB-Standard hat die REWE Group ein umfassendes Konzept zum nachhaltigen Einsatz von Ressourcen entwickelt. Dazu gehört unter anderem, dass umweltverträgliche, dauerhafte und einfach recycelbare Baustoffe zum Einsatz kommen. Auch die Umstellung auf die Nutzung von umweltfreundlicherem Papier ist Bestandteil der Nachhaltigkeitsstrategie.

Für Angaben zur Steuerung siehe auch den Managementansatz unter dem Aspekt „Energie“.

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G4-EN1 Eingesetzte Materialien nach Gewicht oder Volumen
G4-EN2 Anteil der Sekundärrohstoffe am Gesamtmaterialeinsatz

Aspekt: Energie

G4-DMA

Managementansatz: Die REWE Group hat sich das Ziel gesetzt, ihren Energieverbrauch pro Quadratmeter Verkaufsfläche kontinuierlich zu reduzieren. Die Grundlage für gezielte Effizienzmaßnahmen innerhalb der REWE Group bildet ein konzernweites Energiemanagementsystem, das seit 2008 gemeinsam mit der Hamburger Energie-Handels-Gesellschaft (EHA) umgesetzt wird. Darüber hinaus analysieren Energiemanager in den Strategischen Geschäftseinheiten den Energieverbrauch und entwickeln entsprechende Maßnahmen zur Verringerung. Dieser systematische Ansatz wurde im Berichtszeitraum durch zehn weitere Energiemanager verstärkt. Für den Stromverbrauch hat die REWE Group folgenden KPI definiert:

  • Senkung des Stromverbrauchs je Quadratmeter Verkaufsfläche (in kWh/m²) zwischen 2012 und 2022 um 7,5 Prozent

Zwischen 2012 und 2014 konnte das Unternehmen diesen spezifischen Stromverbrauch für Deutschland und Österreich um vier Prozent senken. Für weitere Ziele und Steuerung siehe Managementansatz unter dem Aspekt „Emissionen“.

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G4-EN3 Energieverbrauch innerhalb der Organisation
G4-EN4 Energieverbrauch außerhalb der Organisation
G4-EN5 Energieintensität
G4-EN6 Reduzierung des Energieverbrauchs
G4-EN7 Senkung des Energiebedarfs für Produkte und Dienstleistungen

Aspekt: Wasser

G4-DMA

Managementansatz: Siehe Managementansatz unter Aspekt „Materialien“.

G4-EN8 Gesamtwasserentnahme nach Quellen
G4-EN9 Wesentlich beeinträchtigte Wasserquellen
G4-EN10 Aufbereitetes und wiederverwendetes Wasser

Aspekt: Emissionen

G4-DMA

Managementansatz: Die REWE Group ist sich ihrer Verantwortung für das Klima bewusst: Ein Großteil der weltweiten CO2-Emissionen entsteht bei der Herstellung und dem Konsum von Produkten sowie bei der Bereitstellung von Dienstleistungen. Daher haben die Einsparung von Energie und die Vermeidung klimaschädigender Emissionen eine hohe Bedeutung für die REWE Group, welche vor dem Hintergrund steigender Energiepreise weiter zunimmt. Herausforderungen für die Zukunft liegen für die REWE Group insbesondere in der Senkung des Energieverbrauchs bei gleichzeitig steigenden Anforderungen im Bereich Frische und Convenience, welche mehr Transporte und mehr Kühlung erfordern.

Strategisches Ziel ist es, einen aktiven Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz zu leisten beziehungsweise die Belastungen für Klima und Umwelt so gering wie möglich zu halten. Dies ist auch in der Leitlinie für Nachhaltiges Wirtschaften der REWE Group fest verankert. Bereits im Jahr 2009 hatte die REWE Group sich das Ziel gesetzt, bis 2015 die Treibhausgasemissionen pro Quadratmeter Verkaufsfläche gegenüber dem Basisjahr 2006 um 30 Prozent zu senken. Aufgrund der positiven Entwicklung wurde das Ziel vorzeitig angepasst und im Sommer 2013 das anspruchsvolle Klimaziel definiert, die spezifischen Treibhausgasemissionen bis 2022 gegenüber 2006 zu halbieren.

Neben dem übergeordneten Klimaziel hat die REWE Group zwei KPIs definiert, die das Monitoring von Maßnahmen zu Energieeffizienz und zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen gewährleisten:

  • Senkung des Stromverbrauchs je Quadratmeter Verkaufsfläche (in kWh/m²) zwischen 2012 und 2022 um 7,5 Prozent sowie die
  • Reduzierung der kältemittelbedingten Treibhausgasemissionen je Quadratmeter Verkaufsfläche (in kg CO2-Äquivalente/m²) zwischen 2012 und 2022 um 35 Prozent

Die KPIs setzen bei den Aktivitäten im Bereich Energie, Klima und Umwelt an, die für wesentliche Verbräuche stehen und bei denen die REWE Group durch eigene Maßnahmen eine direkte Wirkung erzielen kann: Energieeffizienz (Beleuchtung und Kühlung) und kältemittelbedingten Treibhausgasemissionen.

Diese Ziele sind für alle Strategischen Geschäftseinheiten und Holdingbereiche in Deutschland und Österreich durch eigene verpflichtende Vorgaben konkretisiert und verankert. Die zur Zielerreichung notwendigen Investitionen in neue Technik und Verfahren werden durch die Strategischen Geschäftseinheiten und fachspezifische Holdingbereiche definiert. Basierend darauf werden Maßnahmen für künftige Berichtsperioden abgestimmt und deren Fortschritt und Wirksamkeit jährlich überprüft.

Die Steuerung über alle Handlungsfelder hinweg obliegt der Projektgruppe Energie, Klima und Umwelt, in der alle Strategischen Geschäftseinheiten und relevanten Holdingbereiche vertreten sind.

Um die Fortschritte im Bereich Klimaschutz zu dokumentieren und ein Monitoring der ergriffenen Reduktionsmaßnahmen zu ermöglichen, lässt die REWE Group seit 2009 jährlich eine Klimabilanz1 von unabhängigen Experten erstellen. Im Berichtszeitraum wurde diese von der INFRAS AG und dem Österreichischen Umweltbundesamt durchgeführt.

1Im Berichtszeitraum wurden für die Klimabilanz neu veröffentlichte Emissionsfaktoren herangezogen, durch die sich die Werte der Klimabilanz im Vergleich zu den Vorjahren verändert haben. 2013 erfolgte eine Anpassung der Emissionsfaktoren für den Strom in Deutschland für die Jahre 2011 und 2012, so dass die Treibhausgasemissionen für diese Jahre rückwirkend angepasst und nach oben korrigiert werden mussten. Zudem wurden 2013 neue Emissionsfaktoren für Papier veröffentlicht, welche bis zu 50 Prozent höher sind als die bis dahin veröffentlichten.

Für die Ermittlung der CO2-Äquivalent-Emissionsfaktoren wurden wie in den Vorjahren die EDV-Tools GEMIS („Globales Emissions-Modell Integrierter Systeme“) und TREMOD-Transport Emission Model verwendet.

Die CO2-Emissionen wurden in Übereinstimmung mit dem GHG-Protocol berechnet, wobei die Scope 2 Guidance GHG Protocol noch nicht angewendet wurde.

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G4-EN15 Direkte Treibhausgasemissionen
G4-EN16 Indirekte energiebezogene Treibhausgasemissionen
G4-EN17 Weitere indirekte Treibhausgasemissionen
G4-EN18 Intensität der Treibhausgasemissionen
G4-EN19 Reduktion der Treibhausgasemissionen
G4-EN20 Emission Ozon abbauender Stoffe
G4-EN21 NOx, SOx und andere signifikante Luftemissionen

Aspekt: Abwasser und Abfall

G4-DMA

Managementansatz: Siehe Managementansatz unter Aspekt „Materialien“.

G4-EN22 Abwassereinleitung nach Qualität und Einleitungsort
G4-EN23 Abfall nach Art und Entsorgungsmethode
G4-EN24 Signifikante Verschmutzungen
G4-EN25 Umgang mit gefährlichem Abfall
G4-EN26 Signifikant von Abwassereinleitungen betroffene Gewässer

Aspekt: Produkte und Dienstleistungen

G4-DMA

Managementansatz: Die REWE Group will ihr Sortiment an nachhaltigeren Produkten und Dienstleistungen kontinuierlich erweitern und sie im Massenmarkt etablieren. Dafür hat das Unternehmen den PRO PLANET-Prozess etabliert, der sowohl für Lebensmittel und Produkte im Near- und Non-Food-Bereich als auch für Dienstleistungen in der Touristik konzipiert wurde. Für Produkte, die toom Baumarkt unter dem Dach des PRO PLANET-Labels anbietet, wurde im Jahr 2014 ein angepasster Prozess verabschiedet, der auf die komplexen Wertschöpfungsketten von Produkten im Baumarktbereich zugeschnitten ist. Im PRO PLANET-Prozess werden mit der sogenannten Hot Spot-Analyse nachteilige ökologische und soziale Auswirkungen im Lebenszyklus identifiziert. Auf dieser Grundlage werden Maßnahmen ausgewählt, die dann einer Machbarkeitsabschätzung unterzogen und anschließend umgesetzt werden. Auch Produkte, die bereits mit etablierten Labels versehen sind, können zusätzlich das PRO PLANET-Label erhalten. Dabei werden häufig zusätzliche Maßnahmen umgesetzt, die über das Co-Labelling hinausgehen. Der gesamte Prozess wird von einem unabhängigen Gremium begleitet: Der PRO PLANET-Beirat besteht aus fünf unabhängigen NGO-Experten, die ihr Fachwissen einbringen und die Freigabe zur Verwendung des PRO PLANET-Labels erteilen. Das Label gibt den Kunden Aufschluss darüber, welcher Aspekt beim jeweiligen Produkt verbessert wurde. Über eine Kennziffer können weitere Informationen auf der Website PRO PLANET abgerufen werden.

Ein weiteres strategisches Ziel ist die Erhöhung des Anteils der Bio-Produkte. Mit der im Jahr 2014 verabschiedeten Leitlinie für ökologischen Landbau hat die REWE Group für ihre Bio-Eigenmarken umfassende Anforderungen an Lieferanten und Betriebe formuliert sowie Verfahren zur Kontrolle von Produkten und Prozessen festgelegt. Wo sich dies umsetzen lässt, finden bei Bio-Produkten der REWE Group die Kriterien des ökologischen Anbauverbands Naturland Anwendung. Produkte mit diesem Zeichen erfüllen strengere Anforderungen, als sie etwa das EU Bio-Siegel fordert.

Im Bereich Produktverpackungen will die REWE Group das Recycling und die Wiederverwendung von Produkten und Verpackungen fördern. Im Austausch mit Stakeholdern und in internen Workshops der REWE Group wurden Verbesserungsansätze und -potenziale identifiziert, die in die Erstellung einer strategischen Verpackungsleitlinie eingeflossen sind.

Als Mitglied der Recyclat-Initiative hat die REWE Group als Vertriebspartner gemeinsam mit weiteren Partnern im Jahr 2014 den ECR Award für die Verwertung von Kunststoffabfällen aus Privathaushalten (gelber Sack) zur Herstellung von Spülmittelverpackungen gewonnen.

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G4-EN27 Umfang der Maßnahmen zur Verringerung der ökologischen Auswirkungen von Produkten und Dienstleistungen
G4-EN28 Prozentsatz der zurückgenommenen verkauften Produkte und deren Verpackungsmaterialien nach Kategorie

Aspekt: Compliance

G4-DMA

Managementansatz: Umweltgesetze und -vorschriften sind für die REWE Group vor allem beim Bau und Betrieb von Märkten und Lagerstandorten relevant und das Unternehmen richtet sich nach den entsprechenden gesetzlichen Standards. Zudem bekennt sich die REWE Group in der Leitlinie für Nachhaltiges Wirtschaften zu Umwelt- und Ressourcenschutz und zur vorausschauenden Analyse von Umweltrisiken. Die Risikoanalyse und gesetzeskonformes Verhalten sind auch Teil der Compliance-Organisation (siehe G4-57 und Aspekt „Korruptionsbekämpfung“).

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G4-EN29 Bußgelder und Sanktionen wegen Nichteinhaltung von Umweltgesetzen und –vorschriften

Aspekt: Transport

G4-DMA

Managementansatz: Siehe Managementansatz Aspekt „Emissionen“.

G4-EN30 Wesentliche Umweltauswirkungen durch Transporte

Aspekt: Lieferantenbewertung bezgl. ökologischer Aspekte

G4-DMA

Managementansatz: Als internationales Handelsunternehmen bezieht die REWE Group eine Vielzahl von Produkten und Produktbestandteilen aus Ländern außerhalb der Europäischen Union. Für alle Vertriebslinien heißt dies, Waren zu attraktiven Konditionen einzukaufen und gleichzeitig eine sozial- und umweltverträgliche Produktion zu gewährleisten.

Die in der Leitlinie für Nachhaltiges Wirtschaften dokumentierten Grundwerte gelten auch für Geschäftspartner und Lieferanten der REWE Group. Im Falle vorsätzlicher grober Missachtung der in der Leitlinie beschriebenen Werte behält sich die REWE Group Sanktionen vor.

Die REWE Group verfolgt das Ziel, in Zusammenarbeit mit ihren Lieferanten die sehr komplexen und globalen Lieferketten nachhaltiger zu gestalten. Dies geschieht beispielsweise durch rohstoffbezogene Leitlinien, den PRO PLANET-Prozess, die Etablierung von Brancheninitiativen, der aktiven Mitarbeit bei Plattformen wie dem Forum Nachhaltiges Palmöl (FONAP) oder dem Forum nachhaltiger Kakao und der Social Business Compliance Initiative (BSCI).

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G4-EN32 Anteil neuer Lieferanten, die nach ökologischen Kriterien überprüft wurden
G4-EN33 Wesentliche ökologische Auswirkungen in der Lieferkette

Arbeitspraktiken

Aspekt: Beschäftigung

G4-DMA

Managementansatz: Engagierte und zufriedene Mitarbeiter sind die Grundlage für den langfristigen wirtschaftlichen Erfolg der REWE Group. Deshalb schafft das Unternehmen ein attraktives und faires Arbeitsumfeld für seine Mitarbeiter. Dazu gehören unter anderem eine faire Entlohnung, zusätzliche betriebliche Leistungen über den Tariflohn hinaus, flexible Arbeitszeitmodelle, die sich an die individuellen Bedürfnisse der Mitarbeiter anpassen, und individuelle Angebote, die den Einklang von Beruf und Privatleben erleichtern.

Die Projektgruppe Mitarbeiter, in der alle Strategischen Geschäftseinheiten vertreten sind, ist verantwortlich für die zentrale Steuerung des Nachhaltigkeitsmanagements der Säule „Mitarbeiter“. Sie tagt viermal im Jahr im Rahmen des Human Resources Meetings. Darüber hinaus finden projektgruppenspezifische Abstimmungen statt. Das Unternehmensleitbild und die Leitlinie für Nachhaltiges Wirtschaften, die sich an der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und den Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (International Labour Organization, ILO) orientiert, dienen als Handlungsgrundlage. Seit 2008 gibt es zudem den Internationalen Arbeitskreis der REWE Group Betriebsräte (IARB, seit 2015 Europa-Betriebsrat), in dem zurzeit die Länder Deutschland, Österreich, Tschechien und die Slowakei vertreten sind. Schwerpunktthemen des Arbeitskreises im Berichtszeitraum waren unter anderem die Standardisierung von Hilfestellungen zur Vermeidung von Übergriffen und Überfällen sowie die Förderung und Forcierung der dualen Ausbildung nach deutschem Vorbild im Lebensmitteleinzelhandel in Mittel- und Osteuropa bei PENNY. Darüber hinaus gilt für alle Mitarbeiter der Verhaltenskodex der REWE Group.

Die REWE Group begrüßt den im Jahr 2014 den von der deutschen Bundesregierung beschlossenen gesetzlichen Mindestlohn. Beim Einsatz von Fremdfirmen achtet die REWE Group auf die Einhaltung sozialer Mindeststandards. Seit 2011 gilt bei der REWE Group auf nationaler Ebene die „Richtlinie zu Mindeststandards für den Einsatz von Mitarbeitern von Fremdunternehmen“. Die Vorgaben gelten sowohl für Zeitarbeitsunternehmen als auch für den Einsatz im Rahmen von Werk- oder Dienstleistungsverträgen. Es werden nur Vertragspartner eingesetzt, die sich verpflichten, für ihre Mitarbeiter soziale Mindeststandards und etwaige tarifliche Mindestlöhne sowie den gesetzlichen Mindestlohn einzuhalten. Um sicherzustellen, dass die Vertragspartner die Standards respektieren, hat die REWE Group gemeinsam mit dem TÜV Rheinland ein Auditierungsverfahren entwickelt. Die Audits werden durchgeführt in den Bereichen Warenverräumung, Kommissionierung und beim Reinigungspersonal.

Regelmäßige Mitarbeiterbefragungen helfen der REWE Group, die Zufriedenheit der Mitarbeiter zu beurteilen, und geben Aufschluss darüber, in welchen Bereichen Handlungsbedarf besteht. Als familienfreundliches Unternehmen lässt sich die REWE Group seit 2009 von der berufundfamilie gGmbH, einer Initiative der gemeinnützigen Hertie-Stiftung, gemäß dem „audit berufundfamilie“ zertifizieren. Zahlreiche REWE-Märkte, Verwaltungs- und Logistikstandorte sind bereits zertifiziert. Bis Mitte 2015 werden zusätzlich 2.400 REWE-Märkte nach „audit berufundfamilie“ zertifiziert sein. Damit können über 80.000 Mitarbeiter in REWE-Märkten deutschlandweit erreicht werden und von flexibleren Arbeitszeitmodellen oder einer familien- und lebensphasenbewussteren Schichtplanung profitieren (siehe auch berufundfamilie) .

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G4-LA1 Neueinstellungen und Mitarbeiterfluktuation
G4-LA2 Betriebliche Leistungen für Vollzeitbeschäftigte
G4-LA3 Rückkehr aus Elternzeit

Aspekt: Arbeitnehmer-Arbeitgeber-Verhältnis

G4-DMA

Managementansatz: In der vertrauensvollen Zusammenarbeit mit den Interessenvertretungen der Arbeitnehmer werden gemeinsam gesetzliche, tarifliche und betriebliche Regelungen umgesetzt. Darüber hinaus gilt die konzernweite Leitlinie für Nachhaltiges Wirtschaften als Handlungsgrundlage. Diese basiert auf der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und den Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (International Labour Organization, ILO). In der Richtlinie heißt es: „Wir respektieren das Recht der Arbeitnehmer auf Bildung von unabhängigen und freien Arbeitnehmerorganisationen und Führung freier Verhandlungen über Tarife und Rechte von Arbeitnehmern.“ Die Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat erfolgt auf Augenhöhe in einem partnerschaftlichen Austausch.

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G4-LA4 Mitteilungsfristen bezüglich wesentlicher betrieblicher Veränderungen

Aspekt: Arbeitsschutz und Gesundheitsschutz

G4-DMA

Managementansatz: Das konzernweite Gesundheitsmanagement der REWE Group ist organisatorisch dem Holdingbereich Personalwesen Konzern zugeordnet. Es koordiniert die Konzepte für betriebliche Gesundheitsförderung, Arbeitssicherheit sowie Arbeitsmedizin und bietet den Strategischen Geschäftseinheiten in diesen Bereichen Dienstleistungen wie Betreuung im Arbeitsschutz, Aufbereitung von Screening-Themen, Fit.Netz-Angebote oder Beteiligung an Projekten an. Die REWE Markt GmbH hat eigene Fachkräfte für Arbeitssicherheit berufen und wird nicht durch die Holding betreut. In den REWE-Supermärkten sind in den Regionen ausgebildete Mitarbeiter für Arbeits- und Gesundheitsschutz zuständig. Bei der REWE International AG betreuen Vollzeitfachkräfte für Arbeitssicherheit und externe Arbeitsmediziner die Arbeitsstätten der Handels- und Zentralfirmen gemäß Arbeitnehmerschutzgesetz.

Unter Berücksichtigung der staatlichen und berufsgenossenschaftlichen Vorschriften finden regelmäßige Begehungen der Arbeitsstätten, systematische Analysen von Unfällen, Auswertungen der im Arbeitsschutz eingehenden Berichte der Behörden wie Gewerbeaufsicht, Amt für Arbeitsschutz oder Berufsgenossenschaft sowie regelmäßige Arbeitsschutzausschuss-Sitzungen statt. Entscheidend ist zudem, Mitarbeiter für Arbeitssicherheit sowie gesundheits¬förderliche Arbeitsbedingungen und -prozesse zu sensibilisieren. Im Rahmen eines kontinuierlichen Entwicklungsprozesses werden Schwerpunkte regelmäßig überprüft und weiter ausgebaut. Einer der Schwerpunkte liegt in der Entwicklung einer „technisch modernen“ und effizienten Gefährdungsbeurteilung. Das Ziel ist es, ein System zu entwickeln, mit dem die Gefahrenschwerpunkte erfasst, bewertet und Vorschläge für geeignete Umsetzungsmaßnahmen entwickelt werden können. Die Gefährdungsbeurteilung basiert auf systematischen Marktbegehungen mit elektronischer Erfassung der Gefährdungen. Außerdem können bei der psychischen Gefährdungsbeurteilung Mitarbeiterbefragungen und Checklisten hinzugezogen werden, die so weit wie möglich IT-basiert dokumentiert werden. Ein Key Performance Indikator (KPI) zur Beobachtung der langfristigen Wirksamkeit wurde definiert: Senkung der Unfälle von 50,6 pro 1.000 FTE (Full Time Equivalent) im Jahr 2010 auf 48,0 Unfälle bis 2015.

Ergänzend zum „klassischen“ Arbeits- und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz engagiert sich die REWE Group konsequent für die Gesundheit ihrer Mitarbeiter. Ziel des Unternehmens ist es, den bezahlten Krankenstand weiter zu senken. Als KPI für die Fortschrittsmessung gilt die Senkung des bezahlten Krankenstands. Er soll bis 2015 auf 3,5 Prozent sinken (gegenüber 3,6 Prozent im Jahr 2010). Um dieses Ziel zu erreichen, hat die REWE Group unterschiedliche gesundheitsfördernde Maßnahmen und Projekte ausgebaut und neue ins Leben gerufen. So ist seit 2012 ein einheitlicher überbetrieblicher Dienstleister für die arbeitsmedizinische Betreuung der Vertriebslinien der REWE Group (REWE, PENNY, toom Baumarkt, ProMarkt1 und DER Touristik) zuständig. Dieser wird von der leitenden Betriebsärztin in Abstimmung mit den Verantwortlichen in den Geschäftseinheiten und den Fachkräften für Arbeitssicherheit bedarfsgerecht entsprechend den strategischen Zielsetzungen koordiniert.

1Die Märkte der Unterhaltungselektronik, die unter der Marke ProMarkt auftraten, wurden im Verlauf des Jahres 2013 veräußert oder geschlossen.

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G4-LA5 Anteil der in Arbeitsschutzausschüssen vertretenen Belegschaft
G4-LA6 Unfälle, Berufskrankheiten, Ausfalltage und Todesfälle
G4-LA7 Arbeitnehmer mit hoher Erkrankungsrate oder –gefährdung
G4-LA8 Vereinbarungen zu Arbeitssicherheit und Gesundheit mit Gewerkschaften

Aspekt: Aus- und Weiterbildung

G4-DMA

Managementansatz: Die Positionierung als attraktiver Arbeitgeber, um Talente für das Unternehmen zu gewinnen, ist für die REWE Group ein wichtiges Ziel. Der demografische Wandel und der damit einhergehende Fachkräftemangel lassen diese Ziele noch wichtiger werden. Das Unternehmen ist dabei bestrebt, möglichst viele Fach- und Führungskräfte aus den eigenen Reihen zu rekrutieren und qualifizierte und motivierte Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen zu binden.

Aus diesem Grund baut die REWE Group das Angebot an Personalentwicklungsmaßnahmen kontinuierlich aus. Einmal im Unternehmen erwartet die Mitarbeiter ein vielseitiges Weiterbildungsprogramm. Die Herausforderung liegt darin, die Weiterbildungsthemen so zu entwickeln, dass sie die unterschiedlichen Erfordernisse der Vertriebslinien erfüllen und gleichzeitig die individuellen Bedürfnisse der Mitarbeiter berücksichtigen. Dies geschieht durch umfassende Seminarprogramme, individuelle Fortbildungen und Coachings, die alle Mitarbeiter während ihres gesamten Berufslebens bei der REWE Group begleiten.

Mit einer systematischen Karriere- und Nachfolgeplanung (KNP) stellt das Unternehmen sicher, dass Fach- und Führungspositionen möglichst intern besetzt werden. Das Ziel, bis 2015 den Anteil interner Besetzungen von Führungspositionen auf 68,4 Prozent zu steigern, wurde bereits 2012 erreicht und lag 2014 bei 76,4 Prozent.

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G4-LA9 Durchschnittliche Stundenzahl für Aus- und Weiterbildung
G4-LA10 Programme zum dauerhaften Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit
G4-LA11 Anteil der Mitarbeiter mit regelmäßiger Leistungsbeurteilung und Karriereplanung

Aspekt: Vielfalt und Chancengleichheit

G4-DMA

Managementansatz: Die Förderung der Vielfalt im Unternehmen ist ein wichtiger Faktor für den Unternehmenserfolg. Unternehmen, die auf Vielfalt achten, verbessern ihre Anpassungsfähigkeit an die sich verändernden Marktbedingungen und erhöhen ihre Chancen im Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte. Im Rahmen ihres Personalmanagements achtet die REWE Group deshalb darauf, eine vielfältige Mitarbeiterstruktur zu schaffen und Mitarbeitern unabhängig von Geschlecht, Alter, Religion, sexueller Identität, Herkunft oder Behinderung einen diskriminierungsfreien Arbeitsplatz zu gewährleisten, der allen Mitarbeitern gleiche Chancen bietet. Dazu gehört auch die gleichwertige Vergütung von Männern und Frauen.

Dafür hat das Unternehmen folgende Schwerpunkte definiert:

  • Generation-Mainstreaming umfasst die Wertschätzung aller Generationen in der Unternehmenskultur sowie die Förderung der Zusammenarbeit verschiedener Altersgruppen. Dies spielt vor dem Hintergrund des wachsenden Anteils älterer Mitarbeiter eine wichtige Rolle.
  • Das Disability-Mainstreaming gewährleistet, dass Mitarbeiter mit Behinderungen Gleichbehandlung erfahren. Dazu gehören unter anderem behindertengerechte Arbeitsgebiete und -plätze. Für Menschen mit Behinderung und von Behinderung bedrohte Menschen ist die Schwerbehindertenvertretung jederzeit Ansprechpartner und berät sie bei Antragstellung beim Versorgungsamt, Wiedereingliede-rung am Arbeitsplatz nach längerer Krankheit und allen weiteren rechtlichen Fragen.
  • Die Wertschätzung kultureller Vielfalt steht im Mittelpunkt des Cultural-Mainstreaming, mit dem die REWE Group interkulturelle, offene Strukturen und Prozesse fördert.
  • Die Gender-Balance soll eine geschlechterspezifische Förderung der beruflichen und persönlichen Fähigkeiten und Entwicklungsmöglichkeiten vorantreiben.
  • Work-Life-Balance bedeutet für die REWE Group, den Einklang von Beruf und Privatleben zu erleichtern.

Die Verpflichtung zur diskriminierungsfreien Gestaltung der betrieblichen Personalpolitik ist in der Leitlinie für Nachhaltiges Wirtschaften der REWE Group verankert. Sie ist gleichzeitig wesentlicher Bestandteil des für alle Mitarbeiter und Führungskräfte geltenden Verhaltenskodex.

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G4-LA12 Zusammensetzung der Kontrollorgane und der Mitarbeiter nach Diversitätsaspekten

Aspekt: Gleicher Lohn für Männer und Frauen

G4-DMA

Managementansatz: Siehe Aspekt „Vielfalt und Chancengleichheit“.

G4-LA13 Verhältnis des Grundgehalts und der Vergütung von Frauen gegenüber Männern

Aspekt: Bewertung der Lieferanten hinsichtlich Arbeitspraktiken

G4-DMA

Managementansatz: Als internationales Handelsunternehmen bezieht die REWE Group eine Vielzahl von Produkten und Produktbestandteilen aus Ländern außerhalb der Europäischen Union. Für alle Vertriebslinien heißt dies, Waren zu attraktiven Konditionen einzukaufen und gleichzeitig eine sozial- und umweltverträgliche Produktion zu gewährleisten.

Die in der Leitlinie für Nachhaltiges Wirtschaften dokumentierten Grundwerte gelten auch für Geschäftspartner und Lieferanten der REWE Group. Im Falle vorsätzlicher grober Missachtung der in der Leitlinie beschriebenen Werte behält sich die REWE Group Sanktionen vor.

Die REWE Group verfolgt das Ziel, in Zusammenarbeit mit ihren Lieferanten die sehr komplexen und globalen Lieferketten nachhaltiger zu gestalten. Dies geschieht beispielsweise durch rohstoffbezogene Leitlinien, den PRO PLANET-Prozess, die Etablierung von Brancheninitiativen, der aktiven Mitarbeit bei Plattformen wie dem Forum Nachhaltiges Palmöl (FONAP) oder dem Forum nachhaltiger Kakao und der Social Business Compliance Initiative (BSCI).

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G4-LA14 Anteil neuer Lieferanten, die bezüglich Arbeitspraktiken überprüft wurden
G4-LA15 Wesentliche Auswirkungen auf Arbeitspraktiken in der Lieferkette

Aspekt: Beschwerdemechanismen hinsichtlich Arbeitspraktiken

G4-DMA

Managementansatz: Für die Sicherstellung fairer Arbeitspraktiken in der Lieferkette werden derzeit Verfahren entwickelt, zu denen nach Implementierung auch der Umgang mit Beschwerden und Hinweisen auf unfaire Arbeitspraktiken gehören wird. Siehe Aspekte „Bewertung der Lieferanten hinsichtlich Arbeitspraktiken“ sowie LA14 und LA15.

Für Beschwerden zu Arbeitspraktiken innerhalb der REWE Group gibt es kein formelles Verfahren. Im Beschwerdefall können sich die Mitarbeiter an unterschiedliche Ansprechpartner wenden. Dazu gehören neben den Führungskräften die Betriebsräte und die Vertrauenspersonen der Schwerbehinderten.

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G4-LA16 Formelle Beschwerden bezgl. Auswirkungen auf Arbeitspraktiken

Menschenrechte

Aspekt: Investitionen

G4-DMA

Managementansatz: Für alle Geschäftsbeziehungen gilt die Leitlinie für Nachhaltiges Wirtschaften der REWE Group. Die Leitlinie orientiert sich unter anderem an der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen, den Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und dem UN Global Compact. Sie umfasst unter anderem das Verbot von Zwangsarbeit und ausbeuterischer Kinderarbeit sowie den fairen Umgang mit Mitarbeitern. Im Falle vorsätzlicher grober Missachtung der in der Leitlinie beschriebenen Werte behält sich die REWE Group Sanktionen vor.

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G4-HR1 Signifikante Investitionsvereinbarungen mit Klauseln oder Prüfungen bezgl. Menschenrechten
G4-HR2 Mitarbeiterschulungen zu Menschenrechten

Aspekt: Gleichbehandlung

G4-DMA

Managementansatz: Die REWE Group pflegt eine Unternehmenskultur, die geprägt ist von einem vertrauens- und respektvollen Umgang zwischen Kunden, Mitarbeitern und Geschäftspartnern. Dies ist verankert in den Grundwerten des Unternehmens. Zudem gilt für alle Mitarbeiter und Geschäftspartner die Leitlinie für Nachhaltiges Wirtschaften, welche eine ausdrückliche Formulierung hinsichtlich eines Diskriminierungsverbots enthält: „Wir tolerieren keine Diskriminierungen in Beschäftigung und Beruf aus Gründen wie Geschlecht, Hautfarbe, Religion, ethnischer Herkunft, Alter, Nationalität, Familienstand, sexueller Orientierung, Behinderung, sozialer Herkunft oder politischer Anschauung.“ Dieses Prinzip gilt sowohl für die Einstellung neuer Mitarbeiter, für Mitarbeiter in bestehenden Arbeitsverhältnissen als auch für Geschäftspartner. Hinweise auf Diskriminierung werden konsequent verfolgt.

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G4-HR3 Diskriminierungsvorfälle und ergriffene Maßnahmen

Aspekt: Vereinigungsfreiheit und Recht auf Kollektivvereinbarungen

G4-DMA

Managementansatz: Für alle Geschäftsbeziehungen greift die Leitlinie für Nachhaltiges Wirtschaften der REWE Group. Die Leitlinie orientiert sich an der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen, den Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und dem UN Global Compact. Sie umfasst das Verbot von Zwangsarbeit und ausbeuterischer Kinderarbeit sowie den fairen Umgang mit Mitarbeitern. Im Falle vorsätzlicher grober Missachtung der in der Leitlinie beschriebenen Werte behält sich die REWE Group Sanktionen vor.

Die REWE Group legt ihren Aktivitäten einen risikobasierten Ansatz zugrunde und achtet darauf, dass Produktionsstätten in Risikoländern, von denen sie Ware bezieht, sozial auditiert sind. Anerkannte Sozialstandards sind der Standard der Business Social Compliance Initiative (BSCI), der SA8000-Standard und der Standard des International Council of Toy Industries (ICTI).

Im Jahr 2008 ist die REWE Group der BSCI beigetreten, einem Zusammenschluss von Unternehmen, deren Ziel es ist, die Arbeits- und Sozialstandards in Risikoländern zu verbessern. Um dieses Ziel zu erreichen, haben die BSCI-Mitglieder den BSCI-Verhaltenskodex entwickelt, der 2014 überarbeitet wurde. Zu den Anforderungen zählen unter anderem der Verzicht auf ausbeuterische Kinder- und Zwangsarbeit sowie das Recht auf Vereinigungsfreiheit und Kollektivverhandlungen.

Darüber hinaus hat die REWE Group basierend auf der Leitlinie für Nachhaltiges Wirtschaften einen Lieferantenfragebogen entwickelt, mit dem sie ihre Lieferanten unterstützen möchte, die Verankerung von Nachhaltigkeitsaspekten in ihren Unternehmen einzuschätzen und weiterzuentwickeln. Siehe hierzu den Aspekt „Bewertung der Lieferanten hinsichtlich Menschenrechten“.

Als Bewertungsrahmen für Länder, in denen das Risiko von Menschenrechtsverletzungen besonders hoch ist, beruft sich die REWE Group auf die Liste der BSCI-Risikoländer1. Da die Mehrzahl der REWE Group-eigenen Betriebsstätten innerhalb der Europäischen Union liegt, die nicht in den Bereich der Risikoländer fällt, werden hier keine zusätzlichen Sozialaudits durchgeführt.

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G4-HR4 Geschäftsstandorte und Lieferanten, bei denen Vereinigungsfreiheit verletzt oder gefährdet ist und ergriffene Maßnahmen

Aspekt: Kinderarbeit

G4-DMA

Managementansatz: Siehe Aspekt „Vereinigungsfreiheit und Recht auf Kollektivvereinbarungen“.

G4-HR5 Geschäftsstandorte und Lieferanten mit erheblichem Risiko von Kinderarbeit und ergriffene Maßnahmen

Aspekt: Zwangs- oder Pflichtarbeit

G4-DMA

Managementansatz: Siehe Aspekt „Vereinigungsfreiheit und Recht auf Kollektivvereinbarungen“.

G4-HR6 Geschäftsstandorte und Lieferanten mit erheblichem Risiko von Zwangsarbeit und ergriffene Maßnahmen

Aspekt: Bewertung der Lieferanten hinsichtlich Menschenrechten

G4-DMA

Managementansatz: Als internationales Handelsunternehmen bezieht die REWE Group eine Vielzahl von Produkten und Produktbestandteilen aus Ländern außerhalb der Europäischen Union. Für alle Vertriebslinien heißt dies, Waren zu attraktiven Konditionen einzukaufen und gleichzeitig eine sozial- und umweltverträgliche Produktion zu gewährleisten.

Die in der Leitlinie für Nachhaltiges Wirtschaften dokumentierten Grundwerte gelten auch für Geschäftspartner und Lieferanten der REWE Group. Im Falle vorsätzlicher grober Missachtung der in der Leitlinie beschriebenen Werte behält sich die REWE Group Sanktionen vor.

Die REWE Group verfolgt das Ziel, in Zusammenarbeit mit ihren Lieferanten die zum Teil sehr komplexen und globalen Lieferketten nachhaltiger zu gestalten. Dies geschieht beispielsweise durch rohstoffbezogene Leitlinien, den PRO PLANET-Prozess, die Etablierung von Brancheninitiativen, der aktiven Mitarbeit bei Plattformen wie dem Forum Nachhaltiges Palmöl (FONAP) oder dem Forum nachhaltiger Kakao und der Social Business Compliance Initiative (BSCI). Siehe zudem den Aspekt „Vereinigungsfreiheit und Recht auf Kollektivvereinbarungen“.

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G4-HR10 Anteil neuer Lieferanten, die bezüglich Menschenrechten überprüft wurden
G4-HR11 Wesentliche Auswirkungen auf Menschenrechte in der Lieferkette

Gesellschaft

Aspekt: Lokale Gemeinschaften

G4-DMA

Managementansatz: Aufgrund ihrer genossenschaftlichen Tradition ist es für die REWE Group selbstverständlich, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Sie engagiert sich in den Städten und Gemeinden, in denen sie wirtschaftlich tätig ist. Das schließt die Markt- und Verwaltungsstandorte ebenso ein wie Reisedestinationen. Hier will das Unternehmen in betroffenen Regionen präventiv die sexuelle Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen im Tourismus bekämpfen. Neben den Maßnahmen der REWE Group setzen auch die selbstständigen Kaufleute, Marktleiter und die DER Touristik (Veranstalter und Vertrieb) eigenständig Projekte um und unterstützen Initiativen vor Ort. Sie sind in ihrer Region verwurzelt und kennen die Bedürfnisse ihrer Kunden und des gesellschaftlichen Umfelds genau. In allen Bereichen des gesellschaftlichen Engagements ist es Anspruch der REWE Group, langfristige Partnerschaften aufzubauen, um die Gesellschaft wirksam und positiv zu verändern.

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G4-SO1 Anteil Standorte mit Maßnahmen zur Einbindung lokaler Gemeinschaften, Folgeabschätzungen und Förderprogrammen
G4-SO2 Geschäftstätigkeiten, die negativ auf lokale Gemeinschaften wirken können

Aspekt: Korruptionsbekämpfung

G4-DMA

Managementansatz: Regelverstöße können persönliche Haftung (zum Beispiel Schadensersatzforderungen und strafrechtliche Konsequenzen) für einzelne Mitarbeiter oder die Organmitglieder der REWE Group nach sich ziehen und zum Reputationsverlust für die Unternehmen der REWE Group führen. Die Leitlinie für Nachhaltiges Wirtschaften der REWE Group formuliert deshalb klare Grundsätze für faires und unbestechliches Verhalten.

Im Jahr 2007 wurde ein Antikorruptionssystem eingeführt. Im Zuge dessen wurden diverse Verhaltensrichtlinien für Führungskräfte und Mitarbeiter implementiert und ein interner Antikorruptions-Beauftragter sowie ein externer Ombudsmann bestellt. Im Februar 2009 hat die REWE Group einen Chief Compliance Officer berufen und seit Juni 2010 bündelt und koordiniert der Zentralbereich Governance & Compliance die Aktivitäten der REWE Group. Ihm stehen in den jeweiligen Geschäftseinheiten und Landesgesellschaften seit 2011 dezentrale Compliance Officer als kompetente Ansprechpartner zur Verfügung (siehe Compliance). Im Rahmen eines effizienten Compliance-Management-Systems (CMS), angelehnt an den Standard IDW PS 980, hat die REWE Group ein Compliance-Programm aufgestellt, das eine Vielzahl von präventiven Maßnahmen umfasst. Seit Mitte 2011 werden regelmäßige Compliance-Risikoanalysen durchgeführt, aus denen weitere präventive Maßnahmen abgeleitet werden. Schulungen für die Mitarbeiter und spezielle Regelungen, die den Umgang mit Zuwendungen an Top Executives oder die Einkaufsbereiche betreffen, gehören ebenfalls dazu. Für Spenden legt eine eigene Richtlinie Mindestanforderungen und entsprechend zu dokumentierende Genehmigungsprozesse fest.

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G4-SO3 Anteil der auf Korruptionsrisiken überprüften Geschäftsstandorte und ermittelte Risiken
G4-SO4 Informationen und Schulungen zur Korruptionsbekämpfung
G4-SO5 Bestätigte Korruptionsfälle und ergriffene Maßnahmen

Aspekt: Politik

G4-DMA

Managementansatz: Um eine zukunftsorientierte Wirtschafts-, Ernährungs- und Umweltpolitik zu unterstützen, führt die REWE Group den Dialog mit der Politik auf unterschiedlichen Ebenen. Im August 2014 eröffnete das Unternehmen in Berlin eine Hauptstadtvertretung als Plattform für Dialog und Austausch mit den für den Handel und die REWE Group relevanten Anspruchsgruppen. Hierbei gehört es zum Ansatz der REWE Group, niemanden von diesem Dialog auszuschließen. So fanden im Berichtszeitraum mehrere Runde Tische, Hintergrundgespräche und Veranstaltungen statt, zu denen viele unterschiedliche Entscheidungsträger unabhängig von Parteizugehörigkeit oder Selbstverständnis eingeladen wurden. Insbesondere das Thema der gesunden Ernährung wurde im Hauptstadtbüro in Berlin durch mehrere Veranstaltungen begleitet. Darüber hinaus führen Vertreter der REWE Group direkte Gespräche mit Mandatsträgern, um sie für relevante Themen zu sensibilisieren und die Interessen des Unternehmens zu vertreten.

Die REWE Group begleitete zudem die Diskussionen über das geplante Freihandelsabkommen TTIP. Im Zuge dessen bekundete die REWE Group Anfang 2014 durch ein Schreiben an die deutschen Mitglieder des Internationalen Handels- sowie des Agrar- und Lebensmittelausschusses des Europäischen Parlaments ihre Sorge, dass durch TTIP die bewährten Standards der Lebensmittelsicherheit und -qualität in Europa aufgeweicht werden könnten. Zudem forderte die REWE Group einen transparenteren Entscheidungsprozess unter Einbeziehung von Vertretern aus Landwirtschaft, Umwelt- und Verbraucherschutzorganisationen sowie des Handels.

Spenden für Parteien oder politische Vereinigungen, Amtsträger und öffentliche Stellen sowie an Kirchen und andere religiöse Gruppen müssen vom gesamten Vorstand der REWE Group genehmigt werden. Jede Spende muss in Einklang mit den geltenden Gesetzen und den regulatorischen Vorgaben innerhalb der REWE Group wie etwa dem Verhaltenskodex stehen.

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G4-SO6 Gesamtwert politischer Spenden

Aspekt: Wettbewerbswidriges Verhalten

G4-DMA

Managementansatz: Siehe Aspekt „Korruptionsbekämpfung“

G4-SO7 Verfahren aufgrund wettbewerbswidrigem Verhalten oder Kartellbildung

Aspekt: Compliance

G4-DMA

Managementansatz: Siehe Aspekt „Korruptionsbekämpfung“

G4-SO8 Bußgelder und Sanktionen wegen Gesetzesverstößen

Aspekt: Bewertung der Lieferanten hinsichtlich gesellschaftlicher Auswirkungen

G4-DMA

Managementansatz: Als internationales Handelsunternehmen bezieht die REWE Group eine Vielzahl von Produkten und Produktbestandteilen aus Ländern außerhalb der Europäischen Union. Für alle Vertriebslinien heißt dies, Waren zu attraktiven Konditionen einzukaufen und gleichzeitig eine sozial- und umweltverträgliche Produktion zu gewährleisten.

Die in der Leitlinie für Nachhaltiges Wirtschaften dokumentierten Grundwerte gelten auch für Geschäftspartner und Lieferanten der REWE Group. Im Falle vorsätzlicher grober Missachtung der in der Leitlinie beschriebenen Werte behält sich die REWE Group Sanktionen vor.

Die REWE Group verfolgt das Ziel, in Zusammenarbeit mit ihren Lieferanten die sehr komplexen und globalen Lieferketten nachhaltiger zu gestalten. Dies geschieht beispielsweise durch rohstoffbezogene Leitlinien, den PRO PLANET-Prozess, die Etablierung von Brancheninitiativen, der aktiven Mitarbeit bei Plattformen wie dem Forum Nachhaltiges Palmöl (FONAP) oder dem Forum nachhaltiger Kakao und der Social Business Compliance Initiative (BSCI).

Mehr …
G4-SO9 Anteil neuer Lieferanten, die bezgl. Auswirkungen auf Gesellschaft überprüft wurden
G4-SO10 Negative gesellschaftliche Auswirkungen in der Lieferkette und ergriffene Maßnahmen

Aspekt: Beschwerdemechanismen hinsichtlich gesellschaftlicher Auswirkungen

G4-DMA

Managementansatz: Integres Verhalten ist wesentlicher Bestandteil der Unternehmenspolitik der REWE Group. Um dies sicherzustellen, hat die REWE Group ein Antikorruptionssystem eingeführt, das auch Beschwerdemechanismen umfasst.

Siehe Aspekt „Korruptionsbekämpfung“.

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G4-SO11 Formelle Beschwerden bezgl. gesellschaftlicher Auswirkungen

Produktverantwortung

Aspekt: Kundengesundheit und -sicherheit

G4-DMA

Managementansatz: Um die Qualität und Sicherheit ihrer Produkte zu gewährleisten, hat die REWE Group im Kerngeschäftsfeld Handel ein umfassendes, stufenübergreifendes Qualitätssicherungssystem entlang der gesamten Wertschöpfungskette eingeführt. Es umfasst präventive Maßnahmen wie die Festlegung von Warenrichtlinien, ein systematisches Issue Monitoring, Kontrollen und Audits bis hin zu Verbrauchertipps für die richtige Handhabung zu Hause. Ein 2010 etabliertes Kennzahlensystem macht dabei die Einhaltung gesetzlicher und eigener Qualitätsanforderungen messbarer und damit transparenter. Die Kennzahlen wie beispielsweise die Ergebnisse interner mikrobiologischer Analysen oder Reklamationsquoten werden quartalsweise erhoben, ausgewertet und im Managementreport des REWE Group Qualitätsmanagements vorgestellt.

Besonderer Schwerpunkt des Qualitätsmanagements sind die Produkte der Eigenmarken: Für alle Schritte entlang der Wertschöpfungskette definiert der Konzern spezifische Anforderungen an das Produkt und seinen Produzenten – vom Rohstoff über die Rezeptur und Kennzeichnung bis hin zur Verpackung. Diese Spezifikationen bilden die Grundlage für regelmäßige Stichprobenuntersuchungen von unabhängigen, akkreditierten Prüfinstituten. Die Stichproben werden risikobasiert nach Lieferanten- und Produktrisiko ermittelt. Lebensmittel wie frisches Obst oder Gemüse werden daher häufiger untersucht als beispielsweise Salz oder Zucker. Für Obst und Gemüse lässt der Konzern in Deutschland einen jährlich erscheinenden „Statusbericht Chemischer Pflanzenschutz“ erstellen. Seit 2009 werden die Berichte von der österreichischen Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 verfasst und veröffentlicht.

Neben den Produkten selbst sind weitere Stufen der Wertschöpfungskette in die Prüfung einbezogen: Sämtliche Eigenmarkenlieferanten im Food-Bereich müssen nach dem international anerkannten Standard IFS Food oder nach dem Standard des British Retail Consortium (BRC) zertifiziert sein. Darüber hinaus führt die REWE Group auf Basis einer Risikoanalyse zusätzliche Lieferantenaudits durch. Diese umfassen eine Auswertung verschiedener Kennzahlen wie Produktbeanstandungen, Kundenreklamationen und der Risikoklassifizierung der Produktgruppe. Hersteller und Lieferanten, die die Qualitätsstandards der REWE Group nicht erfüllen, werden aufgefordert, dies zu ändern, da ansonsten eine Auslistung droht.

Hinzu kommen jährliche Audits der Warenlager durch interne Auditoren und zusätzlich durch eine unabhängige externe Kontrollstelle, in die alle Lagerbereiche vom Wareneingang bis zum Transport in die Märkte einbezogen sind. Zusätzlich gibt es spezielle Audits innerhalb des Lagers mit dem Schwerpunkt Umsetzung der Qualitätsanforderungen für den Bereich Obst und Gemüse.

Auch in den Lebensmittelmärkten der REWE Group finden regelmäßige interne und externe Kontrollen statt. Die externen Kontrollen erfolgen auf Basis der Checklisten der QS GmbH, Bonn, mit Schwerpunkt Fleisch und Fleischwaren sowie Obst, Gemüse und Kartoffeln. Die in den REWE-Märkten selbst hergestellten Produkte wie Hackfleisch (in der Bedienungstheke) oder Obst- und Convenience-Produkte unterliegen einem Monitoring mit Schwerpunkt Mikrobiologie; diese werden in unabhängigen Laboren untersucht.

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G4-PR1 Anteil wesentlicher Produkte und Dienstleistungen, die auf Sicherheit und Gesundheit geprüft wurden
G4-PR2 Vorfälle der Nichteinhaltung von Vorschriften und freiwilligen Verhaltensregeln bezgl. Gesundheit und Sicherheit von Produkten und Dienstleistungen

Aspekt: Kennzeichnung von Produkten und Dienstleistungen

G4-DMA

Managementansatz: Angaben zu Inhaltsstoffen und Produkteigenschaften von Lebensmitteln erleichtern die Kaufentscheidung und schützen Verbraucher mit Allergien oder mit Unverträglichkeiten für bestimmte Inhaltsstoffe. Die REWE Group erfüllt bei der Kennzeichnung von Produkten nicht nur die gesetzlich vorgeschriebenen Informationspflichten, sondern geht vielfach darüber hinaus. Neben übersichtlichen Nährwertkennzeichnungen auf allen Lebensmittelverpackungen der Eigenmarken bei REWE und PENNY zählt hierzu auch die Kennzeichnung von Nachhaltigkeitsaspekten. Dies ist Teil des strategischen Ziels der Förderung von nachhaltigerem Konsum in der Säule Grüne Produkte. Mit dem PRO PLANET-Prozess verfügt die REWE Group über einen systematischen Ansatz, um Nachhaltigkeitsinformationen transparent und verständlich auf Produkten darzustellen. Das PRO PLANET-Label dient so als Navigationssystem für den Verbraucher. Darüber hinaus verwendet die REWE Group anerkannte externe Labels für die Kennzeichnung ihrer Eigenmarken und weist darüber hinaus Bio- und Regionalprodukte gesondert aus.

Für Fischprodukte hat die REWE Group im Rahmen der Leitlinie für Fische, Krebs- und Weichtiere (ehemals Leitlinie für Wildfischeinkauf) im Jahr 2012 zudem einen Tracking-Code für Fisch-Eigenmarkenprodukte eingeführt. Damit kann sich der Kunde im Internet über die Lieferkette des Fischprodukts informieren. Auch die ersten Aquakulturprodukte können jetzt bis auf die Farmregion online zurückverfolgt werden. Alle Frischfischtheken der REWE-Märkte sind seit 2009 nach dem Marine Stewardship Council (MSC) und seit 2012 nach dem Aquaculture Stewardship Council (ASC) zertifiziert.

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G4-PR3 Grundsätze und Verfahren zur Produktkennzeichnung sowie Anteil der Produkte und Dienstleistungen, die diesen unterliegen
G4-PR4 Verstöße gegen Vorschriften oder freiwillige Verhaltensregeln bezgl. Kennzeichnung von Produkten und Dienstleistungen
G4-PR5 Ergebnisse von Umfragen zu Kundenzufriedenheit

Aspekt: Marketing

G4-DMA

Managementansatz: Bei der Gestaltung der Werbung hält sich die REWE Group grundsätzlich an die Gesetzgebung sowie an ethische und kulturelle Standards. Sie verzichtet ausdrücklich auf sexistische, diskriminierende, politische, pornografische, extremistische und gewaltverherrlichende Werbung. Wahrheit, Klarheit und Transparenz sind dabei die grundlegenden Prinzipien. Darüber hinaus gelten die von der REWE Group entwickelten, unternehmensweit gültigen Verhaltenskodizes, Richt- und Leitlinien ebenso wie Vorschriften der nationalen Werberäte.

Die Kommunikation von Nachhaltigkeit setzt darüber hinaus ein besonderes Maß an Glaubwürdigkeit voraus. Die REWE Group verpflichtet sich in ihrer Leitlinie zu Nachhaltigem Wirtschaften explizit zur Einhaltung geltender verbraucherschützender Vorschriften sowie angemessener Vertriebs-, Marketing- und Informationspraktiken gegenüber dem Verbraucher. Um dies auch in der Gestaltung von Werbemaßnahmen zu berücksichtigen, werden diese vor Veröffentlichung von der Nachhaltigkeitsabteilung freigegeben.

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G4-PR6 Verkauf verbotener oder umstrittener Produkte
G4-PR7 Verstöße gegen Vorschriften oder freiwillige Verhaltensregeln bzgl. Werbung

Aspekt: Schutz der Privatsphäre des Kunden

G4-DMA

Managementansatz: Die REWE Group behandelt personenbezogene Daten grundsätzlich vertraulich. Den Schutz dieser Daten erfüllt die REWE Group entsprechend den gesetzlichen Anforderungen. Darauf legt die REWE Group – auch vor dem Hintergrund der zunehmenden Online-Angebote ihrer Vertriebsmarken – besonderen Wert.

Jede Anfrage eines Kunden oder einer Datenschutzbehörde bezüglich personenbezogener Daten dokumentiert, prüft und bearbeitet die REWE Group. Die intern und extern bestellten Datenschutzbeauftragten (derzeit sind dies 7 für 49 Gesellschaften) überwachen den gesetzeskonformen Umgang mit Daten und die eingesetzten Verarbeitungsprogramme. Weiterhin wirken sie auf die Weiterentwicklung unternehmensspezifischer Datenschutz- und Datensicherungsmaßnahmen hin und beraten die Organisationseinheiten und Fachbereiche. Die Datenschutzbeauftragten berichten unmittelbar an die Geschäftsführung der Gesellschaften oder an den Vorstand der REWE Group.

Im Berichtszeitraum wurde die Sicherheit der Daten auf Servern von Dienstleistern durch entsprechende Vorgaben erhöht. Organisatorisch wurde dies durch die Veröffentlichung weiterer Richtlinien zum Datenschutz und zur Datensicherheit begleitet. Zudem werden verstärkt Awareness-Maßnahmen angeboten, um die Sensibilität aller Mitarbeiter für die Themen Datenschutz und Datensicherheit zu erhöhen.

Das Thema Videoüberwachung erhielt durch einen Bericht des TV-Magazins „Frontal 21“ im Jahr 2013 große Aufmerksamkeit. Der Vorstand beauftragte daraufhin eine Taskforce, die Rahmenbedingungen für den gesetzeskonformen Einsatz von Videoüberwachungsmaßnahmen in den Märkten zu überprüfen und gegebenenfalls genauer verbindlich zu definieren. Alle PENNY-Märkte wurden anhand eines daraus entstandenen Verfahrens zur Gefährdungseinstufung bewertet, neue Anforderungen für Videoüberwachung im Markt werden nunmehr daran gemessen.

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G4-PR8 Berechtigte Beschwerden bezgl. Datenschutz

Aspekt: Compliance

G4-DMA

Managementansatz: Siehe G4-56 bis G4-58 sowie G4-SO3 bis G4-SO5.

G4-PR9 Wesentliche Bußgelder wegen Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften bzgl. Bereitstellung und Nutzung von Produkten und Dienstleistungen